das Projekt

„Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh ich wieder aus…“ Wilhelm Müller, die Winterreise

Was bedeutet es, fremd zu sein? Keinen Ort zu haben, an dem man sich heimisch fühlt? Unterwegs zu sein? Nirgendwo hin zu gehören?

Der österreichische Komponist Franz Schubert hat mit seinem 1827 komponierten Liederzyklus Winterreise einen eigenen musikalischen Ausdruck für diese existentiellen Fragestellungen gefunden. Mit 24 Liedern zu Gedichten von Wilhelm Müller beschreibt er die Erfahrungen eines einsamen Wanderers durch eine winterliche Landschaft.

Mit dem Projekt winterreisen // voyages d´hiver möchte das Musikernetzwerk written–not–written gemeinsam mit Jugendlichen aus Berlin und Paris einen zeitgemäßen Kommentar auf diesen Liederzyklus verfassen:

Junge Menschen begeben sich auf die Spuren des Wanderers und verfassen Texte zu ihren eigenen Gedanken und Erfahrungen zu den Themen aus der Winterreise. Ihre Texte und das von den Musikern erarbeitete musikalische Material sind die Basis für eine musikalische und szenische Aufführung.

Von Juni bis August werden vier Workshops in Berlin stattfinden, in denen das Team von written-not-written und die teilnehmenden Berliner Jugendlichen Texte zu den Themen der Winterreise verfassen werden. Ende August finden sich dann alle Beteiligten des Projekts zu einem zweiwöchigen Workshop auf Schloss Bröllin ein, um den Ablauf der Aufführung zu erarbeiten.

Die Fahrtkosten und die Kosten des Aufenthalts in Bröllin werden von der Projektförderung getragen. Die Betreuung der Berliner Jugendlichen übernimmt die Organisation Outreach – Mobile Jugendarbeit Berlin, für die Betreuung der Pariser Jugendlichen ist die Pariser Organisation Collectif FUSION verantwortlich.

Zwei Aufführungen werden am 2. & 3. September in der Elisabeth Kirche in Berlin stattfinden, im Laufe des Winters 09/10 sind weitere Aufführungen in Paris geplant.

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